Wissenswertes

----- A -----

Advantage
Englische Bezeichnung für Vorteil.
Advantage bezeichnet den Vorteil in einem Spiel nach einem vorausgegangenen Gleichstand.
Der Aufschlag bei Vorteil wird immer von links ausgeführt. Man nennt daher die linke Spielhälfte auch Vorteilseite.

Angriffstennis
Ein typisches Merkmal für Angriffstennis ist, wenn ein Spieler jede Möglichkeit wahrnimmt, die Ballwechsel zu bestimmen. Angriffsspiel ist nicht immer mit dem Vorrücken ans Netz gleichzusetzen. Bei der aggressiven und druckvollen Spielweise, die auch ihre Risiken birgt, wird der Angriffsspieler allerdings meist seine Chance an der Netzposition suchen.

Antizipation
Es ist die Fähigkeit, den Schlag oder die Spielvariante des Gegners voraus zu ahnen.
Spitzenspieler erkennen mit geschultem Auge und ihrer Erfahrung bereits an geringsten Veränderungen des Körpers während des Bewegungsablaufes, wohin ihr Gegner den Ball schlagen wird. Sie provozieren oft mit einer Körpertäuschung eine spezielle Schlagvariante des Gegners und reagieren dementsprechend. Dieses taktische Verhalten ist jedoch nur erfolgreich, wenn man über ein gute Antizipationsvermögen verfügt.

As
Eine besondere Art von Aufschlag, den jeder gute Spieler für Notfälle im Arm hat -
im Gegensatz zum As beim Kartenspiel, das jeder gute Spieler für Notfälle im Ärmel hat.

Aufschlag
Der Ballwechsel wird mit dem Aufschlag eröffnet. Der aufschlagende Spieler (Aufschläger) muß den Ball von einer beliebigen Position hinter der Grundlinie in das Aufschlagfeld spielen, das diagonal gegenüber liegt. Der Aufschläger hat dafür 2 Versuche (1. und 2. Aufschlag). Bei Netzberührung wird der Aufschlag wiederholt, unter der Voraussetzung, daß der Ball korrekt im Aufschlagfeld landet.
Der Aufschlag ist der einzige Schlag im Tennis, der ohne Einfluß des Gegners ausgeführt wird und sollte daher intensiv trainiert werden.
Es werden drei Aufschlagvarianten unterschieden:

 

1.

Gerader Aufschlag:
Der Ball wird ohne Schnitt gespielt.

 

2.

Slice-Aufschlag:
Der Ball wird mit Seitenschnitt gespielt.

 

3.

Twist- oder Kick-Aufschlag:
Der Ball wird mit Topspin und leichtem Seitenschnitt gespielt.



----- B -----

Ball
Die äußere Hülle des Balles muß gleichförmig und nahtlos, seine Farbe weiß oder gelb sein. Der Durchmesser des Balles muß nach den Bestimmungen der ITF mehr als 6,35 cm und weniger als 6,67 cm betragen, sein Gewicht mehr als 56,7g und weniger als 58,5g.
Der Ball muß eine Sprunghöhe von mehr als 134,62 cm und weniger als 147,32 cm aufweisen, wenn er aus einer Höhe von 254 cm auf eine betonierte Unterlage fallen gelassen wird.
Der Kern des Spielballes besteht aus zwei Gummihalbschalen, die unter Hitze zusammengeschweißt werden. Danach wird der Filz in zwei Teilen aufgeklebt. So entsteht die helle Naht. Seit 25 Jahren werden Tennisbälle mit gelbem Filz gespielt. Diese Wandlung von weißem zu gelbem Ball war vor allem der Wunsch des Fernsehens.

Ballwechsel
Tennis ist eigentlich ein schizophrener Sport:
Jeder schwärmt vom "schönen langen" Ballwechsel, in Wahrheit liegt das ganze Trachten jeden Spielers darin, die Bälle so zu platzieren, daß der Gegener sie nicht erwischt oder weit über den Zaun ins Feld schlägt und somit kein Ballwechsel zustande kommt.

Big Point
englische Bezeichnung für einen wichtigen Punkt, der für den Verlauf eines Satzes oder des ganzen Matches entscheidend sein kann.

Break
Wenn ein Spieler das Aufschlagspiel des Gegners gewinnen kann, dessen Aufschlag durchbricht, nennt man dies ein "Break". Dem Break kommt eine satzvorentscheidende Bedeutung zu, da in der Regel ein Aufschläger sein Spiel gewinnt.


----- C -----

Centre Court
Hauptplatz einer Tennisanlage, meist der Platz, auf dem das Endspiel stattfindet, bzw. die meisten Zuschauer Platz finden. Der Centre Court, wurde ursprünglich, wie der engl. Begriff vermuten läßt, in der Mitte des Geländes angelegt.

Coach
Betreuer und Trainer eines Spielers/einer Mannschaft.
Da der Trainer im Tennis weitgehende Betreuungsaufgaben übernimmt und daher eine enge Bindung zum Spieler aufbaut, wird er deshalb häufig als Coach bezeichnet.


----- D -----

Davis Cup
Der Davispokal-Wettbewerb, der als jährliche Team-Weltmeisterschaft mit je vier Einzeln und einem Doppel an drei aufeinanderfolgenden Tagen in mehreren Runden ausgetragen wird, geht auf eine Idee des Amerikaners Dwight F. Davis zurück, der auch den Pokal stiftete.
Erstmals wurde er 1900 zwischen den USA und Großbritannien ausgetragen.
1904 traten mit Belgien, Frankreich und Österreich die ersten kontinentalen Teilnehmer hinzu.
Inzwischen ist die Zahl der teilnehmenden Nationen laufend gestiegen. Der Pokal wird als ewiger Wanderpokal gespielt.

Doppel
Mannschaftspiel mit 2 x 2 Spielern (Damen- Herren- oder Gemischtes (Mixed) Doppel.
Gespielt wird auf dem Doppelfeld, das rechts und links um jeweils 1,37 Metern verbreitert ist.

Doppelfehler
Erster und sowohl zweiter Aufschlag landen nicht korrekt im Aufschlagfeld.
Der Returnspieler bekommt den Punkt.

Dusel
Glück, daß immer nur der Gegner hat.

Dussel
Gegenspieler, der ständig Dusel hat.


----- E -----

Equipment
Alle Gegenstände, die bei einem Match oder Turnier in die Tennistasche gehören
(bei der Auflistung wird angenommen, daß der Spieler unter seinem Trainingsanzug bereits die Tenniskleidung trägt):
Sonnenbrille, Trinkflasche/Getränke, Sonnencreme, Pflaster, Müsliriegel/Snacks, Haarshampoo, Seife/Duschgel, Ersatz-Shorts/Rock, Handtuch, Mütze/Kopfbedeckung, Schweißband, Ersatz-Polohemd, zweites Paar Schuhe, Racket und Ersatzracket, Bälle, Griffbänder, Vibrationsdämpfer, Ersatzsaiten.

Ernährung
Durch körperliche/sportliche Bewegung erhöht sich der Bedarf des Körpers an Energie, Kalorien, Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Um Höchstleistung zu bringen, müssen vor dem Tennis die "Energielager" gut gefüllt sein, und nach dem Tennis wieder aufgefüllt werden. Für den speziellen Bedarf gibt es sportgerechte Ernährung, die auch gut schmeckt.
Um vor einem Spiel in Schwung zu kommen, sollten sich Tennisspieler Zeit für ein abwechslungsreiches Frühstück gönnen mit Obst, Gemüse, Körnerbrötchen, Vollkornbrot, Müsli, Joghurt und einem gekochten Ei.
Für einen "süßen Gaumen" darf es ruhig auch Marmelade oder Honig sein. Die Energiespeicher des Körpers müssen mit Mineralstoffen und Kohlenhydraten ausreichend aufgefüllt werden.
Unmittelbar vor dem Spiel sollte der Sportler keine Nahrung mehr zu sich nehmen.


----- F -----

Fußfehler
Die Füße dürfen während der Aufschlagbewegung und vor dem Treffen des Balles die Grundlinie nicht berühren oder überschreiten.
Der Schiedsrichter nimmt beim unerlaubten Übertritt des Aufschlägers den Arm hoch, die Handfläche zeigt zum Schiedsrichter, die Finger sind ausgestreckt und geschlossen.


----- G -----

Gegenspieler
Das ist der, den man mit einem freundlichen Lächeln begrüßt, ihm insgeheim aber völlige Blindheit wünscht und noch andere wohldosierte, fromme Wünsche herbeisehnt, damit er die Bälle, die im Aus landen, nicht als solche erkennt, und den man nach dem Spiel mit einem freundlichen "Vielen Dank für das Spiel" verabschiedet.

Golden Slam
Siege bei den vier Grand Slam-Turnieren in Melbourne, Paris, Wimbledon, New York und bei den Olympischen Spielen innerhalb eines Kalenderjahres.
Dies schaffte bisher nur das deutsche "Tennisaushängeschild" Steffi Graf im Jahr 1988.

Grand Slam
Siege bei den vier Grand Slam Turnieren innerhalb eines Kalenderjahres.
Den Grand Slam gewannen 1938 Donald Budge, 1962 und 1969 Rod Laver, Maureen Connolly 1953, 1970 Margaret Court und 1988 Steffi Graf.

Griffstärke
Größenangabe des Schlägergriffs in Inch. In Deutschland haben sich Bezeichnungen von 1 bis 7 eingespielt:

 

Inches

Griffstärke

Umfang in mm

 

4 1/8

1

105

 

4 1/4

2

108

 

4 3/8

3

111

 

4 1/2

4

114

 

4 5/8

5

118

 

4 3/4

6

121

 

4 7/8

7

124



----- H -----

Halbvolley
Unmittelbar nach dem Absprung geschlagener Ball. Meist als Notschlag auf dem Weg zum Netz gespielt, wenn einem der Ball des Gegners vor die Füße springt und kein echter Volley mehr möglich ist.
Im modernen Tennis werden Halbvolleys auch von der Grundlinie gespielt, wenn die Zeit zum Ausholen nicht mehr reicht. Dadurch wird das Spiel schnell gemacht.

Handsome Eight
Die ersten acht offiziellen Tennisprofis nannten sich "Handsome Eight". Sie wurden 1968 vom amerikanischen Milliardär Lamar Hunt für seine World Championship Tennis-Tour (WCT) verpflichtet.
Die Handsome Eight, die sich nach 30 Jahren zum Jubiläum trafen, waren Dennis Ralston, Roger Taylor, Tony Roche, Pierre Barthes, WTC-Director Al Hill Jr., John Newcombe, Niki Pilic, Butch Buchholz und Cliff Drysdale.
Das erste Profi-Turnier der acht Spieler fand im Januar 1968 im australischen Sydney statt, bereits drei Jahre später bestand die WCT aus mehreren Dutzend Spielern bei 20 Turnieren mit einem Gesamtpreisgeld von einer Million Dollar, wobei der Sieger jedes Turniers 50000 Dollar erhielt.
1976 wurde das Preisgeld verdoppelt. Nach jeder Saison zwischen Januar und Mai qualifizierten sich die besten acht Spieler für das WCT-Finale, das bis 1988 jeweils in Dallas/Texas stattfand. Die Spielergewerkschaft ATP, die sich in dieser Zeit intensiv für die Belange der Profis einsetzte, aber eine eigene Tour durchsetzen wollte, zwang die WCT ein Jahr später zur Aufgabe der Turnierserie.

Holzschläger
Alle Racketsportarten wurden mit Schlägern aus Holz oder verleimten Schichthölzern gespielt. Am Ende der 70er Jahre wurden die Tennisschläger aus Holz von Aluminium, Kunststoffen und Graphit abgelöst.
Vom 13. bis in die späten 70er Jahre des 20. Jahrhunderts spielten die Tennisspieler mit Rackets aus Holz. Es war bruchfest, besaß die beste Schwingungsdämpfung. Mit mehrfach verleimten Schichten erzielte man noch stabilere Rahmen. Leichte Materialien haben die Holzschläger ersetzt.


----- I -----

International Tennis Federation (ITF)
Tennis-Weltverband, Zusammenschluss von 196 nationalen Tennisverbänden.
Die ITF organisiert den Davis Cup, den Fed Cup und zusammen mit den Veranstaltern von Melbourne, Paris, Wimbledon und New York die vier Grand Slam-Turniere. Außerdem ist die ITF für das Olympische Tennisturnier und eine weltweite Turnierserie für den Nachwuchs (Futures) verantwortlich.

Intervalltraining
Systematische Belastung des Körpers von ein bis zwei Minuten Dauer mit dazwischen liegenden Pausen von annähernd gleicher Länge. Systematisches Intervalltraining führt zu einer Verbesserung der Ausdauer und der Schnellkraft, speziell im Tennis als Sport der kurzen Wettkampfzeiten zur Steigerung physischer und psychischer Eigenschaften.


----- J -----

Jetlag
Probleme bei der Anpassung des Körpers an die Zeitumstellung nach längeren Flugreisen (Schlaf- und Wachphasen). Der mögliche Jetlag wird von den Tourspielern bei ihrem Turnierplan berücksichtigt.

Jeu de Paume
Ballspiel mit der flachen Hand, das seit dem 13. Jahrhundert in Frankreich gespielt wurde und als Vorläufer des heutigen Tennis gilt.


----- K -----

Kanonenaufschlag
So wird ein Aufschlag bezeichnet, der mit vollere Wucht ohne Schnitt gespielt wird. Es ist meist der 1.Aufschlag.

Koordination
Es ist das Zusammenwirken von zentralem Nervensystem und Muskulatur während eines Bewegungsablaufs. Im Tennis sind vor allem koordinative Fähigkeiten wie Reaktion, Gleichgewichtsgefühl, Antizipation oder Steuerung der Bewegungen gefordert.


----- L -----

Linkshänder
Sehr unangenehmer Gegenspieler auf dem Tennisplatz.
Sie halten den Tennisschläger in der linken Hand und bekommen Bälle nicht, von denen wir meinen, daß sie leicht zurückgeschlagen werden.
Aber es kommt noch schlimmer !!!
Sie kriegen Bälle und schlagen sie zurück, von denen wir meinen, sie sind eigentlich unerreichbar.
Das kann manchmal wirklich schlimme Ausmaße annehmen.

Lob
Einfach zu merken: ein Ball, der lange oben bleibt.
Also ein hoch und weit über den Gegner gespielter Ball. Das Racket wird beim Schlag mit leicht geöffneter Schlagfläche nach oben geführt. Es werden der gerade Lob ohne jeden Schnitt und der Lob mit Rückwärtsdrall (Slice). Beide Schlagvarianten sind ausschließlich Defensivschläge, die besonders gerne bei Sonnenschein und Wind angewandt werden.
Der Lob mit Vorwärtsdrall ist ein Angriffsschlag und wird wie ein normaler Topspinschlag, nur etwas stärker nach oben gerissen, ausgeführt. Mit einem Topspin-Lob können direkte Punkte gewonnen werden.

Love
In der internationalen Zählweise die Bezeichnung für "Null".
Love ist von der englischen Redewendung "to do something for love": etwas umsonst tun abgeleitet.

Lucky Loser
Ein Lucky Looser ist ein Turnierteilnehmer, der nach Beginn der Qualifikation ohne sich qualifiziert zu haben für einen ausgefallenen Teilnehmer ins Hauptfeld kommt.


----- M -----

Matchball
Der Punkt vor dem Sieg. Deshalb bezeichnet man den Matchball international meist als "Matchpoint".

Medenspiele
Die Medenspiele, die Herrenmeisterschaften der Verbände, sind von der Hamburger Tennisgilde bereits vor dem ersten Weltkrieg zu Ehren des ersten Präsidenten des Deutschen Lawn Tennis Bundes, Carl August von der Meden, gegründet worden. Die Spiele wurden 1921 nach einer Unterbrechung von sieben Jahren und nach einer weiteren Pause während der Jahre 1943 - 1947 im Jahre 1948 wieder aufgenommen.
Ursprünglich waren die Meden-Spiele eine Herrenmeisterschaft der Vereine, da der alte Deutsche Lawn Tennis Bund ein Bund der Vereine war. Ein Bezirksverband konnte nur daran teilnehmen, wenn sich aus seinem Bezirk kein Verein zur Teilnahme gemeldet hatte. Das wurde 1927 zu einer Meisterschaft der Bezirke geändert. Ab 1948 werden die Großen Meden-Spiele als Herrenmeisterschaft der Verbände ausgetragen, da mit seiner Wiedergründung der Deutsche Tennis Bund ein Bund der Verbände wurde.
Von der Meden organisierte in Hamburg 1892 das erste große Meisterschaftsturnier, Vorläufer der German Open.
Noch heute heißt der Centre Court am Hamburger Rothenbaum Medenplatz.

Mixed
Gemischtes Doppel aus einer Dame und einem Herren pro Mannschaft. Es wird nach den Doppelspielregeln gespielt. Diese Doppelkonkurrenz wird bei den Profis nur noch bei Grand Slam-Turnieren und beim Hopeman Cup gespielt. Seit 1989 gibt es auch keine Nationalen Meisterschaften mehr.

Mondball
Ein sehr hoher defensiver Ball, mit dem das Tempo aus dem Spiel genommen wird.
Ein mit starkem Topspin gespielter Mondball an die gegnerische Grundlinie ist schwer zurückzuspielen und kann manchmal als Angriffsvorbereitung dienen.

Musketiere, Die vier
Als die vier Musketiere nach den Romanhelden Aramis, Artos, Portos und D´Artagnan wurden die berühmten französischen Tennissportler Henri Cochet geb. 14.12.1901 in Lyon), Toto Brugnon (geb. 11. Mai 1895 in Paris), Rene´ Lacoste und Jean Borotra (geb.13.08.1898 in Biarritz) bezeichnet.
Sie gewannen sechsmal den Davis Cup.


----- N -----

Netz
Die beiden Spielhälften werden durch ein Netz getrennt. Bevor beim Jeu de Paume das Netz eingeführt wurde, wurden Seile oder Leinen verwendet, an den Bänder herunter hingen. Das moderne Netz besteht aus einem Kunststoffgeflecht, von einem Spannseil im Netzband gehalten. Rechts und links des Spielfeldes wird das Netz in einem Netzpfosten eingehängt. In der Mitte des Netzes beträgt die Höhe des Netzes 91,4 cm, an den Seitenpfosten 1,06 Meter. In der Mitte wird das Netz mit einem Netzhalter am Boden befestigt. Das Netz muß den Zwischenraum zwischen den beiden Netzpfosten vollständig ausfüllen. Die Maschen des Netzes müssen so eng sein, daß ein Ball nicht hindurch kann.

Netzroller
Ball, der die Netzkante berührt und mit dadurch abweichender Flugbahn ins gegnerische Feld springt.

New Balls
Bei großen Turnieren gibt es in einem Match nach sieben Spielen (zzgl. Einspielzeit) und danach jeweils nach neun Spielen neue Bälle, da der Balldruck nachgelassen hat, bzw. der Filz verschmutzt oder abgenutzt ist.


----- O -----

Olympische Spiele
Tennis gehörte bereits bei den ersten Spielen der Neuzeit 1896 in Athen und dann bis 1924 zu den olympischen Sportarten.
Nach 64jähriger Unterbrechung und der Zulassung von Profisportlern wurde Tennis 1984 in Los Angeles als Testwettbewerb und 1988 in Seoul wieder olympisch.
Insgesamt gewannen bisher vier deutsche Tennisspieler eine Goldmedaille:

 

-

Friedrich Adolph Traun 1896 in Athen im Doppel mit John Boland (Irland);

 

-

Steffi Graf 1988 in Seoul im Einzel;

 

-

Boris Becker mit Michael Stich 1992 in Barcelona im Doppel.


Orange Bowl
Bekanntestes Nachwuchsturnier für Tennisspieler unter 18 Jahren, das seit 1947 im Miami (USA) ausgetragen wird.
Eine Orange Bowl, eine mit Orangen gefüllte Glasschale, erhalten jeweils Mitte Dezember die Sieger(innen) der Konkurrenzen in den vier Altersklassen "unter 12", "14", "16", "18" Jahren).
Die Sieger/innen dürfen sich inoffizielle Junioren-Weltmeister nennen.


----- P -----

Passierball
Ein Ball, der am angreifenden Gegner vorbei gespielt wird, wird Passierball genannt.
Als Passierschläge eignen sich am besten Topspinschläge mit viel Vorwärtsdrall. Sie senken sich direkt nach dem Überqueren des Netzes und bereiten dem Netzspieler größere Probleme.
Der Standardschlag aus der Bedrängnis heraus ist der Longline-Passierball, da ein diagonal geschlagener Ball vom Angreifer leichter abgefangen werden kann.
Der wirkungsvollste Passierball wird kurz-cross geschlagen, ist aber zugleich in der Ausführung der technisch schwierigste.

Platzfehler
Unerreichbar abspringender Ball durch eine Unebenheit des Platzes. Ein Platzfehler kommt auf einem Rasen- oder Sandplatz häufiger vor, da sich die Oberflächenstruktur der Grasnarbe oder der Asche bei starker Beanspruchung ändert.
Aber auch bei Teppichböden oder Hardcourts können durch Witterungseinflüsse oder mangelhafte Verlegung Unebenheiten auftreten.


----- Q -----

Qualifikation
Ausscheidungsturnier um die Teilnahme an einem großen Turnier. Die besten vier oder acht Spieler des Vorturniers qualifizieren sich für die 1. Runde der Veranstaltung.
Auch für die Qualifikation gibt es Zulassungsbeschränkungen, die sich nach der Größe des Teilnehmerfeldes und der Ranglistenposition der Bewerber richten.

Quarzsand
Füllmaterial für Kunstrasen, auf dem Tennis gespielt wird.
Der scharfkantige Quarz kann leicht zu Verletzungen führen, Bälle und Schuhe werden stark abgenutzt.

Quersaiten
Die Saiten der Schlägerbespannung, die quer zum Griff verlaufen.
Sie werden häufig mit ein bis zwei Kilogramm weniger bespannt als die Längsseiten.


----- R -----

Racket
Andere Bezeichnung für Tennisschläger.
International sind verschiedene Bezeichnungen gebräuchlich: Racquet, Raquette, Rakett, Rachetta.

Rangliste
Einstufung von Spielern und Spielerinnen nach Punkten, die bei Wertungsspielen gewonnen werden.
Es gibt unterschiedliche Ranglisten: Weltranglisten, Nationale Ranglisten, Verbandsranglisten, Bezirksranglisten, Vereinsranglisten.

Re-Break
Zweiter Aufschlagverlust in einem Match in Folge.
Ein Spieler hat seinen Aufschlag verloren (Break). Er nimmt dann direkt im Anschluß seinem Gegner den Aufschlag wieder ab (Re-Break).

Return
Als "Return" wird der Rückschlag des Aufschlags bezeichnet.
Er ist von der technischen Ausführung oft kein perfekter Vorhand- oder Rückhandschlag, da die Reaktionszeit des Rückschlägers sehr kurz ist. Die Ausholbewegung gerät kürzer, teilweise wird der Ball gar nur geblockt.
Bei Aufschlaggeschwindigkeiten von 170 bis 220 Kilometern/h muß ein Spitzenspieler einen Block-Return beherrschen.

Rückhand
Grundschlag, bei den der Handrücken in Spielrichtung zeigt.
Sie kann einhändig oder beidhändig gespielt werden, zudem ohne Schnitt (Drive), mit Unterschnitt (Slice) oder mit Vorwärtsdrall (Topspin).
Der Rückhandschlag hat sich im Laufe der Jahre von einem hauptsächlich defensiven Schlag zu einem universell einsetzbaren Schlag entwickelt. Als sich vor ca. 25 Jahren die Technik der beidhändig geschlagenen Rückhand neben dem einhändigen geraden Schlag (Drive) und dem Slice (Schlag mit Unterschnitt) durchsetzte, wurde die Rückhand von der Grundlinie zu einem aggressiven Angriffsschlag.
Auch als beidhändiger Topspinspieler (Schlag mit Vorwärtsdrall) muß man einen guten defensiven, einen offensiven Slice für einen Netzangriff sowie einen sicheren Volley mit einer Hand spielen können, um über ein umfassendes Schlagrepertoire verfügen zu können.

Rutschen
Auf Sandplätzen dient das Rutschen dazu, in einer bedrängten Situation den Ball mit einer weitgehend ruhigen Körperhaltung zu schlagen. Der Spieler (Rechtshänder) rutscht mit ziemlich offener Fußstellung in eine Schlagposition (vgl. Ausfallschritt) , der rechte Fuß muß dabei immer vorne sein - auch bei der Vorhand), linke Fußspitze zeigt in den Boden.
Achtung:Die Fußspitze des rechten Beines zeigt in Rutschrichtung, sonst besteht Verletzungsgefahr. Auch auf anderen Böden bietet sich das Rutschen aufgrund der Verletzungsgefahr nicht an.
Durch Rutschen kann das Körpergewicht schnell verlagert werden und der Spieler kann sofort wieder die günstigste Schlagposition einnehmen. Der Spieler gerät nicht so rasch unter Druck und hat mehr Zeit, den nächsten Schlag vorzubereiten.


----- S -----

Saiten
Die in den Schlägerkopf eingezogene Bespannung sind Saiten.
Es wird in Naturdarmsaiten (werden heutzutage wenig gespielt) und Kunststoffsaiten unterschieden.
Ursprünglich wurden Tennisschläger ausschließlich mit natürlichen Saiten aus Kuh- und Schafsdärmen bespannt.
Heute werden über 95% der Schläger mit Saiten aus synthetischen Fasern gespannt. Man unterscheidet monofile (= eine einzige Faser) und multifile Saiten mit bis zu 1600 miteinander verwobenen Fasern. Die Elastizität einer Naturdarmsaite konnte trotz aller technischen Entwicklungen noch nicht erreicht werden.

Satz
Ein Satz besteht mindestens aus 6 Spielen, wobei ein Spieler für den Satzgewinn mindestens 2 Spiele Vorsprung haben muß (6:4 und 7:5). Bei 6:6 entscheidet der Tiebreak.

Satzball
Ein Punkt vor dem Satzgewinn.

Schiedsrichter
Da der Schiedsrichter (engl. umpire) auf einem zwei Meter hohen Stuhl zur besseren Übersicht über das Spielfeld sitzt, wird er auch Stuhlschiedsrichter (engl. chair umpire) genannt.
Die Ausbildung zum "Schiedsrichter" kann man im Alter von 16 Jahren beginnen mit einem Lehrgang zum Bezirksschiedsrichter. Später kann die Lizenz als Verbandsschiedsrichter erworben werden. Wer danach eine DTB-Ausbildung durchläuft und bei kleineren Turnieren Erfahrungen gesammelt hat, erhält eventuell Einsätze bei Profi-Turnieren der ATP oder WTA.

Schläger
"Handwerkszeug" der Tennisspieler.
Schläger können aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden.
Die ITF schreibt die Höchstmaße für die Schlägergröße vor:
der Rahmen des Schlägers darf einschließlich Griff eine Gesamtlänge von 73,66 cm und eine Gesamtbreite von 31,75 cm nicht überschreiten.
Die Bespannungsfläche darf in der Gesamtlänge 39,37 cm und in der Gesamtbreite 29,21 cm nicht überschreiten.
Die Schlagfläche muß flach sein und aus einem Muster sich kreuzender Saiten bestehen, die an einem Rahmen befestigt sind und an ihren Kreuzungspunkten abwechselnd verflochten oder verbunden sind. Das Besaitungsmuster muß völlig gleichmäßig sein. Es darf in der Mitte nicht weniger dicht als in irgendeinem anderen Bereich sein.
Schläger, die den technischen Daten nicht entsprechen, sind zum Spiel nicht zugelassen.
Das engl. Wort Rackett (Schläger) kommt wahrscheinlich aus dem arabischen "ra`hat (Handfläche) oder dem latainischen "reticulum". Eine erste Erwähnung findet man bei Ovid, eine 2. im 12. Jahrhundert bei Cinnamus, eine weitere im 14. Jahrhundert bei Chaucer. Die Vorgänger des eigentlichen Tennisspiels wurden zunächst mit der blanken Hand gespielt, die man später mit Lederstreifen umwickelte, um sie dann schließlich mit einem Handschuh zu schützen. Um 1550 schließlich gab es die ersten Tennisschläger aus Holz mit Bespannung.

Schmetterball
engl. smash
mit großer Kraft gespielter, über Kopf angenommener Ball.
Der Schmetterball sollte so hoch wie möglich getroffen und mit Handgelenkeinsatz geschlagen werden, ähnlich der Aufschlagbewegung. Der Spieler verlagert sein Körpergewicht auf das hintere Bein.

Schuhe
Je nach Bodenbelag wird mit unterschiedlich besohlten Tennisschuhen gespielt.
In der Halle und auf Teppichboden wird mit Schuhen ohne Profil gespielt.

Seitenwahl
Auslosung vor dem Match, wer auf welcher Spielfeldseite beginnt.
Meist wird jedoch das Aufschlagrecht ausgelost. Der unterlegene Spieler darf dann die Seite wählen.

Seitenwechsel
Beim Tennisspiel werden die Spielfeldseiten jeweils nach 2 Spielen gewechselt.
Um die Chancengleichheit zu wahren (z.B. Einflußnahme von Sonne und Wind auf den Aufschlag), sehen die Regeln den Wechsel der Spielfeldhälften in den vorgeschriebenen Pausen vor:
nach dem 1. Spiel und anschließend nach jeweils 2 Spielen.
Seit Januar 2000 gibt es keine Pause mehr nach dem 1. Spiel eines Satzes, der Seitenwechsel blieb erhalten.

Serve-and-Volley
Aufschlag und anschließender Netzangriff mit Flugball.
Der Aufschlag (engl. = serve) wird so ausgeführt, daß der Return des Gegners bestmöglich volliert werden kann.

Spielfeld
Das Spielfeld ist die durch Markierungslinien umgrenzte Fläche.
Das Einzelfeld ist 23,77 m lang und 8,23 m breit.
Das Doppelfeld ist nicht länger, aber 2,74 m breiter.

Super 9
Es war die höchst dotierte Turnierserie der ATP Tour in den Jahren 1990 bis 1999.
Die Super 9-Turniere von Indian Wells, Key Biskayne, Monte Carlo, Rom, Hamburg, Montreal/Toronto, Cincinnati, Stuttgart und Paris-Bercy gehören inzwischen zur Masters Series und nennen sich Mastersturniere.


----- T -----

Taktik
gezieltes Handeln unter Berücksichtigung der möglichen äußeren Einflüsse (z.B. Wetter, Platzverhältnisse, Zustand der Bälle), der konditionellen und mentalen Verfassung der eigenen Person und des Gegners.
Im Taktiktraining studieren Spieler und Trainer Spielzüge ein oder trainieren Psychotricks, mit denen das Spielverhalten des Gegner beeinflußt werden kann.

Tennisarm
medizinischer Begriff für Beschwerden im Bereich des Ellenbogens.
Durch starke Belastung des Ellenbogengelenks, z.B. falsche Technik, zu harte Bespannung des Schlägers) können die Ansätze der Beuge- und Streckmuskeln gereizt werden.
Die Folge davon sind Schmerzen in den Fingern, in der Hand oder im Unterarm. Die Behandlung eines Tennisarms kann langwierig sein.

Tiebreak
Seit 1970 bei fast allen Turnieren eingeführte Abkürzung eines Satzes nach Gleichstand (6:6).
Zum Satzgewinn ist der Vorsprung nur eines Spiels - sonst noch eines weiteren - erforderlich. Jeder Fehler zählt einen Punkt. Wer zuerst sieben Punkte mit mindestens zwei Punkten Vorsprung erreicht, gewinnt den Tiebreak und damit auch den Satz. Er wird in den Spielberichtsbogen mit 7:6 eingetragen. In Klammern steht das exakte Ergebnis des Satzes (7:5).
Bei der Durchführung des Tiebreaks beginnt der Spieler mit dem Aufschlag, der an der Reihe ist. Dann wechselt das Aufschlagrecht. Der Gegner hat nun zwei Aufschläge. Danach wechselt das Aufschlagrecht nach jeweils zwei Aufschlägen, bis der Gewinner des Tiebreaks feststeht. Nach sechs gespielten Punkten folgt ein Seitenwechsel ohne Spielpause.
Der Tiebreak wurde 1963 vom Amerikaner Jimmy van Alen erfunden.

Topspin
"Anschneiden" des Balls, der durch Hochreißen des Schlägers in eine Vorwärtsdrehung versetzt wird.
Je dynamischer der Schlägerkopf von unten nach oben über den Ball gezogen wird, desto mehr Vorwärtsdrall erhält der Ball.


----- U -----

Unforced Error
vermeidbarer Fehler, auf den der Gegner keinen Einfluß hatte.
Unforced Errors werden meist als leichte Fehler bezeichnet, obwohl sie eigentlich das Gegenteil sind, da sie in einer unbedrängten Situation passieren. Meist passieren sie aufgrund einer Konzentrationsschwäche, in der der Spieler den Punkt für sich eigentlich schon als gewonnen abgehakt hat.

US Open
Offene Amerikanische Meisterschaften, eines der vier Grand Slam Turniere.
Die US Open werden von Ende August bis zum 2. September-Wochenende in New York - Flushing Meadows ausgetragen.
Die Geschichte der Meisterschaften der USA begann 1881 in Newport als Rasenturnier. Von 1914 bis 1974 wurde das Turnier nach Forest Hills verlegt, ebenfalls als Rasenturnier. Von 1975 bis 1977 wurde dann in Forest Hills auf Hardcourt gespielt. Im darauffolgenden Jahr zogen die US Open nach Flushing Meadows, einem Vorort von New York, um.


----- V -----

Vibrationsdämpfer
Schwingungsdämpfer für die Schlägerbespannung.
Am 7. August 1928 erhielt der Amerikaner Albert Brown Hilton das deutsche Patent für eine Dämpfungshülse an den untersten zwei Quersaiten der Schlägerbesaitung, dem ersten Vibrationsdämpfer. Die patentierte Hülse sollte das "Zittern bei leichten Stößen hindern und bei schweren Stößen dämpfen". Auch sollte das Singen der Saiten unterbunden werden.
Im Jahr 1984 erfand Rene Lacoste den bekanntesten Vibrationsdämpfer, den "Vibrastop". Es ist eine ringförmige Gummitülle, die zwischen die Saiten eingeklemmt wird. In den Jahren danach folgten die Entwicklungen von unterschiedlichsten Vibrationsdämpfern, von Gummibändern über "Kunststoffschlangen" bis hin zu bleigefüllten "Power Buttons". Es wurden auch zwei oder mehr Saiten mit einer Gummischnur umwickelt. Andre Agassi spielt ein solches Racket. Beinahe jeder Hersteller hat sein eigenes System entwickelt. Jedoch müssen alle Dämpfer unterhalb der untersten Quersaite angebracht werden.
Mit der Entwicklung von Schlägerrahmen aus Graphit, Carbon und Fiberglas werden die Vibrationsdämpfer immer beliebter, denn die Rahmen aus diesen Materialien neigen dazu, beim Ballkontakt zu klirren. Die Dämpfer fangen Saitenschwingungen von rund 650 Hertz ab, die Rahmenschwingungen dagegen nicht.

Volley
ein aus der Luft vor dem Körper angenommener Ball ("Flugball"), der den Boden noch nicht berührt hat.
Es wird zwischen einem hohen Volley oberhalb und einem tiefen Volley unterhalb der Netzkante unterschieden.
Wichtig:
Der Schläger darf bei der Ausführung eines Flugballes nie hinter dem Körper sein. Man geht dem Ball entgegen und trifft ihn weit vor dem Körper, möglichst mit keiner bzw. einer minimalen Ausholbewegung.
Den hohen Volley oberhalb der Netzkante spielt man mit einer leichten Abwärtsbewegung. Die Schlagfläche bleibt kurz nach dem Treffpunkt stehen und zeigt in Richtung des Ziels.
Für den tiefen Volley unterhalb der Netzkante geht man weit in die Knie. Die Schlägerspitze zeigt möglichst nach oben und befindet sich weit vor dem Körper.
Je tiefer der Spieler den Flugball in Bodennähe trifft, desto mehr Unterschnitt gibt er ihm mit.
Es hat wenig Sinn, aus dieser Position einen Punktgewinn erzielen zu wollen. Man setzt statt dessen den tiefen Volley sehr lang in die Ecke und rückt noch weiter ans Netz auf. Ein zweiter Volley oberhalb der Netzkante ist risikoärmer.

Vorhand
Grundschlag, bei dem die Innenfläche der Hand in Spielrichtung zeigt.
Wenige Spieler spielen eine Vorhand mit beiden Händen am Griff.
Beim modernen Vorhandschlag ist die Fußstellung leicht offen. Die meisten Spieler benützen für den leichten Topspin den Semi-Western-Griff. Mit dem Blick wird der Ball fixiert. Die Ausholbewegung beginnt früh. Jetzt werden Schulter und Hüfte nach hinten aufgedreht, der Schläger wird mit nach hinten geführt. Der ganze Körper ist gespannt. Fliegt der Ball in der "vorausberechneten" Höhe an, entlädt sich die Körperspannung in einem explosionsartigen Schlag. Der Schlägerkopf wird über den Ball gezogen.
Wird eine extrem überrissene Topspin-Vorhand gespielt, geht der Spieler tiefer in die Knie und trifft den Ball etwa auf Höhe seiner Knie.

Vorteil
Der Spieler, der nach dem Einstand (40:40) einen Punkt gewinnt, hat "Vorteil".
Zum Spielgewinn benötigt er einen weiteren Punkt.


----- W -----

Weltrangliste
Die Spieler/innen werden aufgrund ihrer Spielergebnisse bei Turnieren nach Punkten eingestuft.
Die Weltrangliste der Herren wird von der ATP-Tour erstellt, die für die Damen von der WTA-Tour. Jeden Montag erscheinen aktualisierte Weltranglisten.
Für die Weltrangliste der Herren werden die Ergebnisse der Grand Slams, der Masters-Serie und der International Series gewertet, bei den Damen ebenfalls die Grand Slams, die Masters-Series und die Future-Turniere.
Seit Januar 2000 hat die ATP-Tour die Weltrangliste umgestellt. Sie nennt sich nun "Champions Race. Die Punkte der achtzehn besten Turniere werden addiert, wobei für die Spieler Grand Slam Turniere und Mastersturniere verpflichtend sind. Die Rangliste beginnt am 1. Januar mit null Punkten und endet am 31.12. eines Jahres.
Bei den Damen werden ebenfalls 18 Turniere gewertet. Hier werden allerdings die Anzahl der Punkte durch die Anzahl der gespielten Turniere dividiert. Bei den Damen bleiben die Punkte 52 Wochen stehen und bei Siegen gibt es "Quality Points" (Bonuspunkte).

Wildcard
Der Spieler erhält über den Turnierveranstalter eine Spielerlaubnis für eine Qualifikation zum Turnier oder direkt für das Turnier ohne Teilnahme an der Qualifikation.
Für jedes Turnier hat der Veranstalter eine gewisse Anzahl an Wildcards, die er an Spieler seiner Wahl vergibt. Mit Wildcards können auch gute Spieler nach Ablauf des Meldeschlusses noch kurzfristig für das Turnier verpflichtet werden.

Wimbledon
"The All England Championships" in London sind eines der vier Grand Slam Turniere.
Wimbledon wird in der letzten Juniwoche bis zum 2.Sonntag im Juli gespielt.
In den Jahren 1913, 1914 und von 1919 bis 1923 wurden die Titel der "Weltmeisterschaften auf Rasen" vom Internationalen Tennisverband (International Lawn Tennis Federation) an den Britischen Tennisverband (Lawn Tennis Association) vergeben. Dieser Titel wurde später abgeschafft. Bis 1922 nahm der Titelverteidiger an den Meisterschaften nicht teil, sondern traf auf den Gewinner einer Herausforderungsrunde (Challenge Round). Die Herausforderungsrunde wurde 1922 gestrichen und von nun an war der Titelverteidiger von der ersten Runde an im Wettkampf. Eine Änderung der Auslosung trat 1924 ein. Die vollständige Auslosung wie sie bis jetzt angewendet wird, wurde 1927 erstmals durchgeführt. Die Meisterschaften wurden 1968 als "offenes" Turnier erklärt.

World Team Cup
die offizielle Mannschafts-Weltmeisterschaft der ATP-Tour.
Im Jahre 1978 wurde der World Team Cup als Nations Cup gegründet. Seitdem findet er im Rochusclub Düsseldorf in der vorletzten Mai-Woche statt.
Teilnahmeberechtigt sind acht Nationen, die sich durch die Position ihrer besten zwei Einzelspieler in der Weltrangliste qualifizieren. Der bestplatzierte Spieler einer Nation bestimmt die Mannschaft und den Coach. Der Veranstalter kann einem Team seiner Mannschaft eine Wildcard geben. Gespielt wird in zwei Gruppen zu je vier Mannschaften, jeder gegen jeden. Die Gruppenbesten bestreiten das Endspiel.

World Team Tennis
Mannschaftswettbewerb in den USA.
16 Städte spielen seit 1973 eine Sommerrunde, für die die WWT bekannte Jung- und Altstars verpflichtet.


----- X -----

Xanthippe
Frau von Sokrates.
Etwas anderes ist uns an dieser Stelle nicht eingefallen -
schon gar nicht irgendetwas, das mit Tennis zu tun haben könnte.


----- Y -----

Ysop
Hierbei handelt es sich um ein Gewürzkraut.
Ein Bezug zum Tennissport konnte bisher nicht nachgewiesen werden.


----- Z -----

Zauberball
Als Zauberball wird der Schlag des Balles durch die Beine beim Rückwärtslaufen bezeichnet.
Wenn der Schlag gelingt, ist der Publikum im Stadion begeistert und der Gegner reichlich verwirrt. Der Zauberball wird von etlichen Spielern bewußt trainiert.

Zählweise
Auf Geldeinsätze und Spielwetten im 14. Jahrhundert in Frankreich geht wahrscheinlich die seltsame Zählweise der Punkte "15 - 30 - 40" zurück.
So setzte man zum Beispiel ein "gros denier", der wiederum einen Wert von 15 "denier" hatte. In einem Satz, der damals oft aus vier Spielen bestand, wurden also 4 mal 15 "deniers" gesetzt: 15 - 30 - 45 - 60.
Im 16. Jahrhundert wurde wahrscheinlich aus lauter Bequemlichkeit "45" durch "40" ersetzt.
Wenn nach den aktuellen Regeln beide Spieler die gleiche Punktzahl haben, nennt man das Einstand oder "Deuce". Ein Spiel ist dann erst entschieden, wenn ein Spieler zwei Punkte Vorsprung hat.
Der Spieler, der zuerst sechs Spiele hat, gewinnt den Satz, unter der Voraussetzung allerdings, daß er auch dabei 2 Spiele Vorsprung hat. Steht es 6:6, entscheidet der Tiebreak.